Vier Tage bis zur Wahl
Nur noch vier Tage bis zur Kommunalwahl in Niedersachsen. Die letzten Wochen und Monate als SPD-Kandidat für den Stadtrat in Emden empfand ich als spannend, aber auch als sehr anstrengend. An jedem der letzten fünf Samstage war ich an unserem Stand in der Emder Innenstadt dabei, inklusive Auf- und Abbau. Gemeinsam mit den anderen anwesenden Kandidierenden trotzten wir Sonne, Wind und Regen.
In vielen persönlichen Gesprächen am Stand, aber auch an den Haustüren beim Verteilen meiner Flyer, versuchte ich, die Bürgerinnen und Bürger zu überzeugen. Nicht nur von mir als Kandidierendem, sondern auch von dem, wofür die Emder SPD in den kommenden Jahren stehen wird.
Was der Stadtrat nicht entscheiden kann
Deutlich wurden dabei die Ängste und Nöte Einzelner genauso wie die Herausforderungen, denen sich Emden in Zukunft stellen muss. Auf kommunaler Ebene sind die Handlungsmöglichkeiten dabei beschränkt. Der Rat der Stadt kann weder den Krieg in der Ukraine beenden noch Änderungen an der Gesundheitsreform beschließen. Auch auf die Entscheidung, ob das VW-Werk in Emden erhalten bleibt oder nicht, hat er keinen Einfluss.
Was der Stadtrat entscheiden kann
Worauf er aber Einfluss hat, ist, wie die Neutorstraße gestaltet wird. Er kann Maßnahmen zur Klimaresilienz beschließen und Modellprojekte anstoßen. Meine Herzensangelegenheit, die ich unabhängig davon, ob ich in den Rat gewählt werde oder nicht, vorantreiben möchte: eine Tiny-House-Siedlung in Emden als Möglichkeit, neuen Wohnraum zu schaffen. Für Alleinstehende, für Studierende, für Seniorinnen und Senioren, für Menschen auch mit geringem Einkommen. Bei Diskussionen mit Bürgerinnen und Bürgern zum Thema Wohnungspolitik in Emden gab es dafür breiten Zuspruch.
Ein Marathon, kein Sprint
In den vergangenen Wochen merkte ich auch: Der Wahlkampf ist kein Sprint, sondern ein kräftezehrender Marathon. Manchmal ist man als Kandidierender mit seinem Engagement nach außen sichtbar, oft aber bleibt verborgen, wie viel Aufwand und Organisation im Hintergrund zu leisten sind.
Meine Bitte für Sonntag
Für den kommenden Sonntag habe ich eine Bitte: Gehen Sie in jedem Fall wählen. Jede Stimme zählt. Gerne dürfen Sie mir dabei alle drei Stimmen geben und sich für Maria Winter als Oberbürgermeisterin entscheiden. Wenn Sie, liebe Wählerinnen und Wähler, aber von einer anderen der demokratischen Parteien und deren Angebot überzeugt sind, geben Sie deren Kandidierenden Ihre Stimme. Letztlich müssen im Rat alle gemeinsam für ein lebenswertes Emden zusammenarbeiten.
Seien Sie am Sonntag auch nett zu den vielen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern, die vor Ort in den Wahllokalen eine wichtige Aufgabe für unsere Demokratie übernehmen.