Barrierefreie Gehwege, bezahlbarer Wohnraum, verlässliche ärztliche Versorgung: Für ältere Menschen in Emden ist das kein abstraktes Thema, sondern Alltag. Unser Wahlprogramm „Aus Liebe zu Emden" hat dafür klare Antworten. Was das für Seniorinnen und Senioren in Emden konkret bedeutet, zeigen die folgenden Punkte.
Barrierefreiheit
Barrierefreiheit in Straßen, Gehwegen, Bushaltestellen, öffentlichen Gebäuden und Toiletten in der Innenstadt, den Stadtteilen und Dörfern.
Wir setzen uns für sichere Fußwege mit guten Querungsmöglichkeiten, mehr Sitzgelegenheiten und verkehrsberuhigte Bereiche ein, gerade dort, wo ältere Menschen unterwegs sind. Bushaltestellen sollen konsequent barrierefrei ausgebaut werden, das gilt ausdrücklich auch für die Haltestellen an der Zentralklinik Ostfriesische Meere. Bei der Sanierung öffentlicher Gebäude, etwa Schulen und Verwaltungsgebäude, ist Barrierefreiheit für uns Standard, kein Zusatz. Auch Wohnraum soll barrierearm oder barrierefrei entstehen, damit ältere Menschen möglichst lange selbstbestimmt in ihrem Quartier bleiben können.
Eine angemessene Anzahl öffentlich zugänglicher Toiletten in der Innenstadt ist uns für alle Altersgruppen wichtig. Ein wichtiger Schritt ist hier der Umbau der Tourismus-Zentrale in der „Welle" zu einer großen, modernen City-Toilette.
Wohnen im Alter
Schaffung und Förderung barrierefreier und bezahlbarer Wohnräume.
Wir wollen dauerhaft bezahlbaren Wohnraum schaffen und bei größeren Bauprojekten Sozialwohnungsquoten festschreiben. Die kommunale Wohnungsbaugesellschaft bleibt dabei unser zentrales Steuerungsinstrument, dafür braucht sie ausreichend Geld. Ausdrücklich setzen wir uns für barrierearme und barrierefreie Wohnungen für ältere Menschen ein.
Generationsübergreifende Wohnformen.
Generationengerechtes Wohnen in gemischten Quartieren wollen wir stärken. Dafür braucht es Treffpunkte, wohnortnahe Versorgung und soziale Beratungsangebote in den Stadtteilen, damit unterschiedliche Generationen im selben Quartier gut zusammenleben können.
Einsamkeit und gesellschaftliche Teilhabe
Maßnahmen gegen Einsamkeit im Alter.
Wir wollen das Gemeindeschwester-Modell einführen. Es bietet gerade älteren Menschen niedrigschwellige Ansprache und Unterstützung im eigenen Quartier. Dazu kommen gute Tages- und Kurzzeitpflegeangebote sowie Unterstützung für pflegende Angehörige, damit ältere Menschen eingebunden bleiben statt zu vereinsamen. Ein starkes Ehrenamt, von der Nachbarschaftspflege bis zu kulturellen Initiativen, ist für uns ein zentraler Baustein gegen Einsamkeit.
Begegnungsstätten in den Stadtteilen.
Stadtteiltreffpunkte, soziale Beratungsangebote und Seniorenarbeit wollen wir in allen Stadtteilen stärken, ausdrücklich auch außerhalb der Innenstadt: in Barenburg, Borssum, Constantia, Herrentor, Larrelt, Port Arthur-Transvaal oder Wybelsum. Auch Kulturangebote sollen in die Stadtteile, nicht nur in der Innenstadt konzentriert bleiben.
Sicherheit
Schutz älterer Menschen vor Betrug und Kriminalität.
Wir wollen die Zusammenarbeit zwischen Stadt, Polizei und Sozialeinrichtungen ausbauen und auf Prävention statt reiner Reaktion setzen. Ein regelmäßiger Austausch zwischen Polizei, Stadtteilbüros und Bürgerinnen und Bürgern soll helfen, Risiken, auch Betrugsmaschen gegenüber älteren Menschen, frühzeitig bekannt zu machen.
Für uns vorstellbar sind Präventionsangebote wie Aufklärungsveranstaltungen der Polizei in Zusammenarbeit mit der VHS.
Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum.
Wir setzen auf bessere Beleuchtung schlecht ausgeleuchteter Wege, Haltestellen und Plätze und auf einen kommunalen Ordnungsdienst, der auch abends und am Wochenende präsent ist. Sicherheitspolitik muss die Menschen im Blick haben, die im öffentlichen Raum besonders gefährdet sind, dazu zählen wir ausdrücklich auch ältere Menschen.
Digitalisierung
Unterstützung beim Umgang mit digitalen Angeboten.
Wir wollen niedrigschwellige Beratungsangebote ausbauen und die Verwaltung insgesamt bürgernäher aufstellen, mit kürzeren Bearbeitungszeiten und mehr digitalen Angeboten. Wer diese Angebote nicht ohne Weiteres nutzen kann, muss dabei Unterstützung bekommen.
Unterstützung kann dabei sowohl in Form von speziellen VHS-Kursen als auch durch sogenannte „Digitallotsen" erfolgen. Dazu müssten zusammen mit der Freiwilligenagentur entsprechende Lotsen rekrutiert werden.
Erreichbarkeit wichtiger Verwaltungsleistungen ohne Internet.
Ein paralleler Erhalt analoger Zugangswege ist für uns grundsätzlich nur befristet vorstellbar. Hier ist uns wichtig zu betonen, dass es bei den digitalen Angeboten nicht nur darum geht, die Verwaltung bürgernah zu gestalten, sondern auch um die Einsparung von Kosten. Eine dauerhafte Parallelstruktur würde dem entgegenstehen. Daher setzen wir auch mit den Beratungsangeboten auf „Hilfe zur Selbsthilfe".
Mobilität
Öffentlicher Nahverkehr und alternative Mobilitätsangebote in den Stadtteilen und Dörfern.
Wir wollen Mobilität stärker daran ausrichten, wie Menschen tatsächlich unterwegs sind: mit verständlichen On-Demand-Angeboten in Stadtteilen und Außenbereichen mit schlechterer Anbindung, besseren Abend- und Wochenendverbindungen und einem konsequent barrierefreien ÖPNV. Auch die Anbindung an die Zentralklinik Ostfriesische Meere muss in allen Stadtteilen und im Umland verlässlich sein, mit gut beleuchteten, sicheren und barrierefreien Haltestellen.
Verkehrssicherheit für ältere Menschen.
Wir setzen uns für sichere Fußwege mit guten Querungsmöglichkeiten, mehr Sitzgelegenheiten und verkehrsberuhigte Bereiche ein. Tempo 30 in Wohngebieten bleibt für uns wichtig, für mehr Sicherheit und Lebensqualität. Innerhalb des Wallrings wollen wir den Durchgangsverkehr besser steuern und sichere, attraktive Querungsmöglichkeiten für Fußgängerinnen und Fußgänger schaffen.
Pflege und Gesundheit
Hausärztliche und fachärztliche Versorgung in Emden.
Wir wollen aktiv gegen den Ärztemangel vorgehen: mit kommunalen Anreizen für die Niederlassung, etwa Unterstützung beim Praxisaufbau und günstigen Mietkonditionen, mit aktiver Ansprache von Medizinstudierenden und Berufsanfänger:innen sowie mit einer Stärkung medizinischer Versorgungszentren als Anlaufstellen in den Stadtteilen. Dazu kommen die Sicherung der Hebammenversorgung, mehr präventive Gesundheitsangebote in den Stadtteilen und das Gemeindeschwester-Modell. Für Notfälle setzen wir uns für den dauerhaften Verbleib des Notarztes am Standort Emden sowie ausreichend Rettungsfahrzeuge und Wachen für schnelle Reaktionszeiten in ganz Emden ein.